Zufriedenheit mit dem Busverkehr in Wiesbaden gestiegen: Studie sieht Verbesserungen, aber Pünktlichkeit bleibt Thema

Zufriedenheit mit dem Busverkehr in Wiesbaden gestiegen: Studie sieht Verbesserungen, aber Pünktlichkeit bleibt Thema
Zufriedenheit mit dem Busverkehr in Wiesbaden gestiegen: Studie sieht Verbesserungen, aber Pünktlichkeit bleibt Thema | Bild: ESWE Verkehr, Michael Skwarciak

Die Zufriedenheit mit dem städtischen Busverkehr in Wiesbaden hat sich laut einer Untersuchung der Hochschule RheinMain verbessert. In der jüngsten Erhebung aus dem Jahr 2025 erhielt ESWE Verkehr in der Gesamtnote 2,69 und damit eine bessere Bewertung als im Vorjahr, als die Note 2,79 lautete. Die Pkw-Nutzung bewerteten die Befragten deutlich schlechter mit der Note 3,31.

Aufbau und Umfang der Studie

Die repräsentative Befragung wird seit 20 Jahren für ESWE Verkehr durchgeführt. Die aktuelle Auswertung stützt sich auf insgesamt 1.512 persönliche Interviews, die in mehreren Erhebungswellen an zehn Standorten im Wiesbadener Stadtgebiet durchgeführt wurden. Träger der Untersuchung sind die Professoren Bernhard Heidel und Tobias Heußler vom Fachbereich Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain zusammen mit einem studentischen Team.

Welche Aspekte besser bewertet wurden

Nach Angaben der Studienleiter wurden 15 von 16 abgefragten Merkmalen gegenüber der Vorjahreserhebung positiver beurteilt. Verbesserungen zeigten sich unter anderem bei der Umweltleistung von ESWE Verkehr, bei Kontrollen, bei Informationen zu möglichen Verspätungen und bei der Atmosphäre in den Bussen. Auch die Erreichbarkeit von Zielen sowie Fahrzeit, Dauer und Schnelligkeit erhielten bessere Bewertungen.

Offene Kritikpunkte und Handlungsbedarf

Trotz der insgesamt besseren Noten sehen die Forschenden und das Verkehrsunternehmen weiterhin Verbesserungsbedarf. Pünktlichkeit und die Atmosphäre in den Bussen bleiben problematische Bereiche, insbesondere im Hinblick auf zu volle Fahrzeuge. Die Studie liefert ESWE Verkehr nach eigener Darstellung wichtige Hinweise für künftige Maßnahmen. Die nächste Erhebungswelle wurde bereits begonnen.

Reaktionen von ESWE Verkehr und Studienleitung

Marion Hebding, Geschäftsführerin von ESWE Verkehr, bewertete die Ergebnisse als Bestätigung der fortlaufenden Angebots- und Serviceverbesserungen und sagte, das Vertrauen in das Unternehmen sei gestiegen. Bernhard Heidel hob hervor, dass die Befragten erkannt hätten, dass sich vieles bei ESWE Verkehr zum Positiven verändert habe. Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender von ESWE Verkehr, verwies auf geplante Änderungen im Liniennetz, mit denen das Busangebot direkter und umfassender werden soll. Er betonte außerdem den Vergleich zum Schienenverkehr und verwies auf Ausfälle bei letzterem aufgrund von Unterfinanzierung.

Die Hochschule RheinMain bewertet die Untersuchung als instrument zur objektiven Messung von Kundenzufriedenheit. ESWE Verkehr kündigte an, die Ergebnisse für die weitere Planung zu nutzen und an den identifizierten Schwachstellen zu arbeiten.

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